Hochsensibel und doch kraftvoll sein

Fühlst du dich manchmal einfach zu sensibel für diese Welt? Auch Jesus war hochsensibel! Lies hier meine 5 Tipps wie du mit Hilfe von Jesus besser mit deiner Hochsensibilität klarkommst.

In der letzten Zeit scheint das Thema Hochsensibilität immer aktueller zu werden. Vielleicht liegt das am Onlinekongress über Hochsensibilität, der vor ein paar Wochen stattfand. Der führte jedenfalls dazu, dass ich mich seit längerem wieder mal eingängig mit dem Thema beschäftigt habe, und immer mehr merke, wie stark diese Hochsensibilität bei mir ausgeprägt ist. Und ja, ich neigte bisher meist eher dazu, die Schattenseiten dieser „Gabe“ wie sie viele nennen zu sehen.

Hochsensibilität und ihre Schattenseiten:

  • man fühlt sich schnell überreizt von vielen äußeren Einflüssen, wie Lärm, Licht, Gerüche, etc.
  • man fühlt sich unter vielen Menschen nicht sehr wohl
  • man hat Probleme sich abzugrenzen beim Umgang mit anderen Menschen und tut sich schwer, bei sich selbst zu bleiben. Man spürt einfach so intensiv wie der andere sich gerade fühlt, dass man dazu neigt, die eigenen Bedürfnisse außer Acht zu lassen und den Kontakt zu sich selbst zu verlieren.
  • Man wird schnell müde und erschöpft, brennt viel schneller aus als andere Menschen.
  • Man tut sich einfach schwer, in einer Welt klarzukommen, die so laut und hektisch ist, in einer Welt in der man tagtäglich mit so vielen neuen Eindrücken und Informationen überflutet wird.
  • Man nimmt viel Leid und Ungerechtigkeit auf der Welt wahr. Man sieht hinter die Fassaden.

Geht es dir auch manchmal so? Fühlst du dich manchmal einfach zu sensibel für diese Welt?

Ich frage mich immer öfter, was soll gerade ich in einer Welt ausrichten können, in der so offensichtlich so vieles falsch läuft. Eine Welt, in der tagtäglich die Natur zerstört wird und Tiere unermesslich leiden müssen für eine krankhafte Konsumgesellschaft; eine Welt mit ständigen Terrornachrichten, wo immer noch an so vielen Orten Krieg herrscht, viele Menschen Hunger leiden und in der Geld (scheinbar) die Welt regiert. Geht es dir auch so wie mir, fühlst du dich demgegenüber auch manchmal so machtlos, so hilflos ausgeliefert?

 

Wie schafft man es nun, sich in einer unsensiblen Welt trotzdem zurecht zu finden, ja, sich sogar wohl zu fühlen mit seiner Hochsensibilität?

In wenigen Tagen ist Ostern. Und ja, manch einer mag das bei Eiersuche, Familientreffen, und dem besten Fernsehprogramm des Jahres vergessen, aber an Ostern geht es eigentlich um das Gedenken an Jesus, sein Leben, seine Kreuzigung, seine Auferstehung.

Und ja, ich geb’s zu, auch ich dachte beim Gedanken an Ostern nicht gerade an Jesus. Aber als ich gestern eine Engelkarte mit Jesus zog (aus dem Orakel der himmlischen Helfer: Engel und Schutzheilige) ging er mir nicht mehr aus dem Kopf, und ich frage mich, wie Jesus wohl klar kam in dieser Welt. Schließlich war er seinerzeit auch ein Mensch. Und:

Auch Jesus war hochsensibel!!!

Portrait von Jesus, Digital Painting in Photoshop, 03/2016; © by Sarah Natalie Bloch

Jesus war sehr empfindsam, nahm all das Leid um sich rum wahr, fühlte mit den Menschen mit – hatte aber auch ein starkes Empfinden für Ungerechtigkeit.
Und er liebte Kinder über alles, deshalb habe ich ihn in meinem Portrait auch mit einem kleinen Mädchen gemalt.

 

Jedenfalls hat es Jesus trotzdem geschafft, sein Leben hier auf der Erde zu meistern und sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch wie blieb Jesus bei all dem Leid – das er nicht nur bei anderen Menschen wahrnahm, sondern das ihm auch selbst widerfuhr – bei all der Bewunderung, aber auch bei all dem Hass, Hohn und Spott der Menschen nur so ruhig und gelassen, so geerdet, und so vertrauensvoll? Und was kann man sich da von ihm abgucken? 🙂

5 Tipps wie du mit Hilfe von Jesus besser mit deiner Hochsensibilität klarkommst:

 

1. Verbinde dich mit Jesus:

Jesus war nicht nur hochsensibel. Er war auch unfassbar kraftvoll. Er ruhte in sich selbst, blieb bei sich, egal was um ihn herum passierte. Und wenn ich jetzt und hier so an ihn denke, überkommt mich auch so eine Ruhe, so eine Verbundenheit mit ihm, ein Gefühl, dass er mich versteht, mehr wie jeder andere.
Jesus kann dir auch heute als ein aufgestiegener Meister helfen. Du kannst ihn jederzeit anrufen, wenn du dich schutzlos oder alleine fühlst, sei es durch ein Gebet, oder einfach ein Gespräch. Rede einfach innerlich mit ihm wie mit einem guten Freund und erzähle ihm von deinen Sorgen. Jesus ist anders wie die Engel – er weiß, was es heißt, als ein Mensch hier auf der Erde zu leben, mit allen Schmerzen, allen emotionalen Auf und Abs. Auch er kennt Ängste und Selbstzweifel, das Gefühl des Alleinseins. Auch er haderte mit Gott und seinem Schicksal kurz bevor er seinen Weg zum Kreuz beging. Doch in seiner größten Not kam ein Engel zu ihm, der ihn bestärkte (siehe Bibel, Lukas 22,40-46). Diese Vorstellung finde ich sehr schön, weil das einfach zeigt, dass wir nie alleine gelassen werden mit unserem Kummer. Da ist immer ein Engel an unserer Seite, der für uns da ist. 🙂

 

2. Nimm deine Hochsensibilität als eine Gabe an:

Jesus blieb sich selbst und seinem Weg treu. Und das verlieh ihm neue Kraft. Er glaubte an das, was er tat. Und erhobenen Hauptes ging er seinen Weg zu Ende. Und das inspiriert uns Menschen bis heute. Jesus war authentisch. Er verbog sich nicht. Er tat einfach das, was in ihm war. Jesus lebte seine Gabe, seine Hochsensibilität! Und diese Authentizität verlieh ihm eine unermessliche Kraft. Und ich glaube genau das ist es. Zu erkennen, dass Hochsensibilität kein Fluch ist, der auf uns lastet, sondern es ist eine Gabe, die man annehmen muss, damit sie ihren Segen zeigt. Dieses Annehmen schenkt Kraft und Stärke.

 

3. Liebe dich selbst:

Bei all dem Drang sich um andere zu kümmern, ihre Sorgen und Nöte anzuhören, und ihnen zu helfen, sich besser zu fühlen, darf man nicht sich selbst vergessen. Jesu eindringlichste Botschaft war die der Liebe. Doch man ist erst fähig seinen Nächsten zu lieben, wenn man lernt sich selbst mit all seinen Licht- und Schattenseiten anzunehmen und zu lieben. Also hör auf, so hart mit dir selbst ins Gericht zu gehen und dir immerzu Gedanken darüber zu machen, was andere von dir denken. Ja du bist anders wenn du hochsensibel bist. Jesus war auch anders als jeder andere, der je auf der Erde gelebt hat. Aber es gibt einen Grund warum du so bist wie du bist. Also hör auf, zu versuchen, „normal“ zu sein und nimm dich einfach mal selbst in die Arme, genau so wie du bist. Stell dir vor, wie Jesus dich anlächelt und in die Arme nimmt. Er liebt dich genauso wie du bist.

 

4. Ziehe dich ein wenig zurück und finde Ruhe und Geborgenheit:

Auch Jesus suchte immer wieder den Rückzug um sich mit seinem Gott zu verbinden. Und ich glaube das ist es auch: Immer wieder bewusst die Ruhe und Abgeschiedenheit zu suchen und sich bewusst mit der geistigen Welt zu verbinden. Dort Zuflucht und Geborgenheit finden. Egal was um einen herum gerade passiert! Das hilft, sich selbst wieder zu spüren und zu sich selbst zu kommen.

 

5. Verliere nicht die Hoffnung:

Jesus verlor bei all dem Leid was ihm widerfuhr nie den Glauben an die Menschheit. Bei all dem was die Menschen ihm zufügten, war er nicht hasserfüllt oder voller Rache. Irgendwie schien er trotzdem einen Sinn in allem zu sehen. Er war voller Mitgefühl und Liebe für die Menschen. Und seine Botschaft der Liebe schenkt uns heute immer noch Kraft.

 

Auch du hast eine Mission/Berufung hier auf der Erde. Und egal wie du deine Gabe lebst, wenn du einfach du selbst bist, macht das schon einen Unterschied.
Ich glaube, wenn einem ein Thema immer wieder ganz besonders auf der Seele brennt und am Herzen liegt, dann hat das auch irgendwie mit der persönlichen Berufung zu tun. Aber pass dabei auf, mit was du deinen Geist umgibst. Die Medien verbreiten generell nur das was Schlimmes auf der Welt passiert. Und verdrehen dabei sogar manchmal die Tatsachen. Wenn man sich nur noch mit negativen Nachrichten umgibt, dann bewirkt das nur, dass man nur noch auf das Negative auf der Welt fokussiert ist. Und das zieht einen nicht nur unheimlich runter, es manifestiert sich auch in irgendeiner Weise.
Mach dir klar, Du bist kein machtloses Opfer! Du kannst etwas verändern – allein dadurch dass du authentisch bist und zu dem stehst wer du wirklich bist. Versuche einfach bei allem Lärm um dich herum und allem was passiert, immer wieder zu dir selbst zu kommen. Und dann folge deiner Eingebung und Intuition. Ich glaube, genau so hat es Jesus auch gemacht! 🙂

 

Ich wünsche dir und deiner Familie schöne Ostern!

Liebe Grüße und bis bald!

Sarah